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Zeitungsbericht der SZ vom 09.07.2026von Oliver Morguet
Aufstieg in die Bundesliga – Beim TV Rußhütte gehen Kindheitsträume in Erfüllung
Rußhütte · Das gab’s noch nie: Erstmals ist das Saarland in der Bundesliga im Jazz- und Moderndance mit drei Vereinen vertreten.
„Mit dem Aufstieg in die Bundesliga ist für uns ein Traum in Erfüllung gegangen“, freut sich Tänzerin Lucia Elisa Marzi aus Saarbrücken. Mit Siegen in drei von vier Turnieren hat sie sich mit der Formation „Ease“ vom TV Rußhütte die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd im Jazz- und Moderndance/Contemporary und damit den Aufstieg in die Bundesliga gesichert. Entsprechend groß war die Freude nach dem letzten Turnier in Großostheim. „Viele von uns stehen schon seit ihrer Kindheit auf der Tanzfläche und haben immer davon geträumt, einmal in der höchsten Liga Deutschlands zu tanzen“, sagt Marzi. Die 23-Jährige ergänzt: „Und auch ein Platz unter den Top Zehn bei der deutschen Meisterschaft zum Saisonfinale in Wuppertal macht uns stolz.“ Der TV Rußhütte landete auf Platz neun. Es gewann Titelverteidiger „Neo dance company“ von der TG Bobstadt.
„Was diese Meisterschaftssaison so besonders macht, ist der außergewöhnliche Zusammenhalt innerhalb unserer Mannschaft“, betont Dilara-Ela Harmandali. „Außenstehenden kann man das kaum erklären: Jeder unterstützt jeden, jeder möchte ein Erlebnis schaffen, das uns alle noch viele Jahre im Herzen begleitet.“ Und die 24 Jahre alte Saarbrückerin sagt: „Ein Gefühl von Vertrauen, Akzeptanz und Nähe hat uns durch die gesamte Saison getragen und war ausschlaggebend für unseren Erfolg Das Erfolgsstück, mit dem „Ease“ den Bundesliga-Aufstieg geschafft hat, handelt vom Loslassen. Die 27 Jahre alte Klara Bamberg aus Saarbrücken erklärt: „Im Laufe der Saison haben wir uns das Thema immer mehr zu Eigen gemacht und erkannt: Loslassen bedeutet nicht Verlust, sondern schafft Raum für Neues. Insofern war es eine wundervolle Saison, die uns tänzerisch wie persönlich sehr geprägt hat und uns in bester Erinnerung bleiben wird.“
Michelle Heider meint: „Wir sind gut vorbereitet in die Saison gegangen, haben auch nach dem dritten Platz zum Saisonstart in Wilsdruff fest an uns geglaubt und darauf vertraut, dass mehr in uns steckt. Die folgenden drei Turniere in Herrenberg, Schwalbach und Großostheim konnten wir dann allesamt gewinnen, die beiden letzten jeweils mit allen Einsen.“ Die 31-jährige Saarbrückerin sagt: „Jetzt blicken wir voller Vorfreude auf die kommende Saison. Wir fiebern der neuen Herausforderung entgegen, der Arbeit an einem neuen Stück und „Der Aufstieg war nicht unser oberstes Ziel“, sagt Trainerin und Choreografin Raphaela Schillo: „Im Mittelpunkt standen vielmehr die Verbindung zum Stück, der Zusammenhalt im Team und die Freude, gemeinsam zu tanzen.“ Ihr ist es gelungen, nach „Feeling“ 2019 nun mit „Ease“ ein weiteres Team in die Bundesliga geführt zu haben, wo neben der Formation des TV Rußhütte auch „Subsequent“ vom TV Schwalbach und „Performance“ vom TSC Blau-Gold Saarlouis am Start sind. (mak/nbo)
Zeitungsbericht der Saarbrücker Zeitung, Ausgabe 08.10.2025:


Zeitungsbericht der SZ vom 21./22.06.2025
von Oliver Morguet
Was Köche mit Tanzen zu tun haben
Die Formation „Ease“ vom TV Rußhütte kämpft bei der deutschen Meisterschaft um den Aufstieg in die Bundesliga im Jazz- und Moderndance.
Rußhütte Die Formation „Ease“ vom TV Rußhütte hat sich als Dritter der 2. Bundesliga Süd im Jazz- und Moderndance für die deutsche Meisterschaft am 28. Juni in Bielefeld qualifiziert – und hat dort die Chance, in Liga eins aufzusteigen. Mit Platz drei im vierten und letzten Turnier in Frankfurt festigte die Gruppe von Trainerin und Choreographin Raphaela Schillo den dritten Platz in der Abschlusstabelle hinter „Subsequent“ vom TV Schwalbach und „subTANZ“ von der SG Sossenheim.
„Die Saison war spannend wie seit langem nicht mehr und für uns von einer fulminanten Aufholjagd geprägt“, fasst Schillo die vergangenen Monaten zusammen. Beim Saisonauftakt am 1. März in München musste die Mannschaft in der Zwischenrunde die Segel streichen und sich mit Platz sechs begnügen. „Wir haben trotzdem unsere Ziele nicht aus den Augen verloren: Wir wollten mit diesem Stück etwas ausdrücken und um die ersten drei Plätze mittanzen“, sagt Schillo.
Beim zweiten Turnier am 12. April in Mannheim lief es deutlich besser. Die Wertung 3-1-2-4-1 reichte zu Platz zwei – knapp hinter dem saarländischen Ligakonkurrenten „Subsequent“ vom TV Schwalbach, der die Wertung 2-4-1-2-2 erreichte.
Riesenjubel dann beim TV Rußhütte beim dritten Turnier am 17. Mai in Großostheim bei Aschaffenburg. Mit der Wertung 3-1-2-1-2 reichte es diesmal für den Sieg. „Das war die längst überfällige Belohnung für die harte Arbeit und die tänzerische Entwicklung der vergangenen Monate“, erklärt Schillo. Die Idee, die hinter ihrem Stück steht, fasst sie so zusammen: „Die Inspiration für unsere diesjährige Choreographie war eine Restaurant-Szene – von Diskussionen und überschwänglichen Tischgesprächen bis hin zu konkurrierenden Köchen hinter verschlossenen Türen. Ganz im Sinne einer Küchen-Schlacht.“ Und sie ergänzt: „Dabei lag unser Fokus vor allem auf kreativem, gestenreichem Tanzmaterial.“
Im letzten der vier Turniere der Zweitliga-Saison am 31. Mai in Frankfurt holte „Ease“ zwei Bestnoten, fand sich aber aufgrund der drei Dreien in der Wertung auf dem dritten Platz wieder. „Subsequent“ vom TV Schwalbach gewann das Turnier, kürte sich zum Meister und steigt in die Bundesliga auf. Die Formation „subsTANZ“ von der TG Sossenheim wurde Zweiter und kämpft nun mit „Ease“ bei der deutschen Meisterschaft um den Aufstieg.
Ein Ziel für die Titelkämpfe gibt Schillo nicht vor: „Mit zwei weiteren saarländischen Teams wird es richtig feurig dort! Wir möchten die Gelegenheit nutzen, diese emotionale und intensive Saison mit viel Gefühl und Herz auf der Tanzfläche zu verabschieden.“
Neben dem TV Rußhütte und dem TV Schwalbach ist auch die Bundesliga-Formation „Performance“ von Blau-Gold Saarlouis, die in der 1. Liga den Klassenverbleib sicher hat, für die deutsche Meisterschaft qualifiziert. An der DM nehmen die Teams auf den Plätzen eins bis acht aus der Bundesliga und die drei Erstplatzierten aus den beiden 2. Ligen teil. Die Zweit- und Drittplatzierten der 2. Liga kämpfen zudem in der Relegation mit dem Siebt- und Achtplatzierten aus der Bundesliga um zwei freie Erstliga-Plätze.
Bericht Sportarena 31.05.2025 (ab Minute 11:45)
Formationsturnier JMD in Frankfurt - Qualifikation Deutsche Meisterschaft
Bericht Sportarena 25.03.2024 - Heimturnier TV Rußhütte Abteilung JMD (ab Minute 33:25)
TV Rußhütte erhält Auszeichnung "Verein des Monats März 2024" von der Energis - Watt für den Verein